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1.Zeitaufwand und Kosten
Die Kosten eines KitCars/Replica sind gemessen an einem Serienfahrzeug sehr hoch.
Die Gesamtkosten werden auch durch den Erwerb eines kompletten Bausatzes nicht wesentlich niedriger.
Die Einsparungen durch den Zusammenbau liegen (z.B. 356 Speedster) bei höchstens
2000-4000 EURO.
Etwas anders formuliert - der Spareffekt tritt beim Erwerb eines Bausatzes in den Hintergrund - es ist vielmehr
die Verwirklichung eines Wunsches ein spezielles Fahrzeug weitgehenst selbst aufzubauen und zu gestalten.
Der notwendige Zeitaufwand bis zur Fertigstellung eines Bausatzes liegt jedoch, denn normalerweise ist das der erste
Bausatz des Käufers, bei einem (1!) Jahr (in der Freizeit) oder noch darüber. Und denken sie auch an die 'kalte' Jahreszeit,
Arbeiten sind dann nicht mehr so ohne weiteres (Halle) möglich
Der eigene Aufbau eines KitCar/Replica ist nur zu empfehlen wenn, neben viel Geduld und Zeit, auch ausreichend
Erfahrung mit Kfz-Technik und die notwendige Ausrüstung, geeignete Umgebung und Werkzeuge vorhanden sind. Der Aufbau
geht über einer normale Bastelei mit sicher weit hinaus.
Die Kosten für einen kompletten Bausatz beginnen ab 8 000,- und können bis 20 ...
30 TEURO betragen. 15-20 TEURO kostet z.B. ein 356Speedster-Bausatz komplett mit
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gebrauchtes Käferchassis, verkürzt und überholt
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gebrauchter Technik - Verschleissteile sind neu (RollChassis)
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allen Karosserieteilen
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allen elektrischen Teilen
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allen Einbau-,Anbau-, und Chromteilen
In den meisten Fällen sind Fracht, Lackierung und tech.Abnahmekosten nicht enthalten !
Trotzdem noch ein Wort zu den Kosten - speziell zur Oldtimer-Replica :
Vergleicht man die Preise einiger Oldtimer-Raritäten, also das Original mit dem Nachbau, so sind , bei vergleichbarem Zustand und
Qualität, deutliche Unterschiede zu verzeichnen. Ein gutes Beispiel ist der 'Porsche 356 Speedster' -
das Original mit Zustand 2 kostet ca. 80 TEURO , das Replikat ca. 25 TEURO bei vergleichbarer Qualität und sehr guter Qriginalität.
Vergleichbares Fahrgefühl und maximaler Fahrspass zum halben Preis !
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2.Aufbau und Technik
Der Aufbau erfordert in jedem Fall gutes bis sehr gutes handwerkliches Können. Die Arbeiten reichen von Motoren- und
Fahrwerktechnik, Gfk-Karosserie-Arbeiten bis hin zu Sattlerarbeiten. Die Passgenauigkeit der Karosserie-
Teile ist oft nicht gut - das bedeutet viel Nacharbeit für ein akzeptables Ergebnis. Die zum Bausatz gelieferten
Aufbauanleitungen sind von minimalen Umfang und beschreiben nur die grundsätzliche Vorgehensweise - geben also
keine Hilfe bei Problemen. Viele Arbeiten sind, in der Regel, nicht selbst durchführbar - so ergibt die Lackierung
der Karosserie nur bei einem Fachbetrieb ein gutes Resultat. Die notwendigen Vorarbeiten für eine perfekte Oberfläche
sind gerade bei einer Gfk-Karosserie sehr umfangreich.
Arbeiten am Chassis sind in jedem Fall von einer Fachwerkstatt durchzuführen.
Hierzu gehört vor allem das Kürzen eines Chassis z.B. beim 356 Speedster.
Arbeiten an der restlichen Technik können, mit dem notwendigen Sachverstand, selbst durchgeführt werden.
Bei der Verwendung von Altfahrzeugen (z.B VW-Käfer) als Basis ist in der Regel keine hochkomplizierte Technik zu erwarten.
Jedoch ist die Nachrüstung alter Motoren mit einem GKAT bereits nicht mehr mit normalen Messgeräten möglich.
Verschleissteile sollten immer als Neuteile eingebaut werden, als gilt aber auch für Bremsen, Lenkung, Dämpfer und Achslager.
Verwenden Sie möglichst einen überholten oder neu aufgebauten Motor d.h. mit bekannter Laufleistung - so sind sie vor
Überraschungen sicher. Überprüfen Sie vor dem Einbau auch die restlichen Antriebsaggregate.
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3.Zulassung
Sicher derzeitig das heikelste Kapitel und zugleich die grösste Hürde nach einem erfolgreichen Aufbau eines KitCar/Replica.
Die Abnahmebedingungen (in Deutschland) lassen für diese Art von Fahrzeugen keinen Freiraum. Deshalb sind grössere
Veränderungen an einem Fahrzeug, ausgehen von dem Basis-Fahrzeug (Chassis, Brief), immer einer Neuzulassung des Fahrzeugs
(Neufahrzeug) gleichzusetzen - d.h. es müssen alle aktuellen gesetzl. Bestimmungen für die Neuzulassung von Kfz's erfüllt werden.
Für KitCar und Repliken sind das praktisch unüberwindbare Probleme !
Ein Ausweg sind die Sondergenehmigungen der Hersteller - für Ihre - und nur für Ihre Fahrzeuge. Klären Sie vorher
(schriftlich) mit dem Lieferanten eines Bausatzes die Zulassungs-Sicherheit in Deutschland. Informieren Sie sich über
alle Auflagen (z.B. GKAT) die zur Zulassung notwendig sind.
Da alle Hersteller in Deutschland diese Problematik kennen, ist diese Sicherheit in der Regel gegeben. Bei Lieferanten
aus dem Ausland ist oft nur eine Zulassung vor Ort möglich - eine Einfuhr und Wiederzulassung in Deutschland jedoch gegeben.
Beachten Sie vor allem die Fahrzeugen-Typen die die alte Fahrgestellnummer nicht behalten können - da eine erhebliche Veränderung
(z.B.Chassiskürzung) vorgenommen wurde.
Fahrzeuge (KitCars) die ohne ein sog. Spender-Chassis aufgebaut werden, sind nur über ein vom TÜV anerkanntes Gutachten
zuzulassen. Auch hier ist vor dem Erwerb die Zulassung abzusichern u.U. der Erwerb und die Zulassung über ein nahes EG-Land
manchmal unkomplizierter.
Einen anderen Ausweg bietet hier der Ankauf eines 'Gebrauchten' mit Zulassung. Dieser wird demontiert und dann nach Ihren Wünschen neu
aufgebaut. Das Zulassungsthema wäre damit geklärt - die Arbeit bleibt - aber das macht ja Spass.
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