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Ein neuer Motor - (Text & Fotos von Peter Stief ) Jedem von uns liegt sein Antriebsaggregat am Herzen; Leistung, aber vor allem Zuverlässigkeit, sind die herausragenden Tugenden, die es haben sollte!! Das Gleiche gilt natürlich auch für die Werkstatt bzw. den Schraubern, auf die sich viele von uns verlassen müssen, wenn es darum geht das Herzstück zu warten oder sogar zu erneuern. Aber leider sind diese Tugenden bei dem Einen oder Anderen Schrauber nur teilweise oder überhaupt nicht vorhanden!!! Jochen, in Trikerkreisen des „Wilden Südens“ besser bekannt als „Pannentriker“, wollte seinen Spitznamen Ein für Allemal ablegen. Nach zwei Motoren (einer davon, ein getunter mit 2,4 ltr und jenseits der 100 PS, ist auseinander geflogenen) wollte er nie mehr mit einer Panne liegen bleiben. Er wollte genügend „Druck auf den Kolben“ und somit sein „Möhrchen“ nur mit den allerbesten Zutaten aufrüsten. Um diesen Wunsch in die Realität umzusetzen, plante er, richtig Geld in seinen Boom Chopper zu investieren. Eine Firma, mit Sitz in Netphen, sollte ihm behilflich sein Image als „Pannentriker“ endlich abzulegen. Dafür sollte von Herrn L. ein Motor geschaffen werden, wie er in seinem Trike noch nie verbaut wurde: Über 2,7 Ltr. Hubraum, kontaktlose Zündung, vollelektronische Zündanlage, Trockensumpfölanlage mit Edelstahltank, mehr als 200 PS Höchstleistung eine speziell gebaute Edelstahl Auspuffanlage usw. usw. Das Angebot, bzw. die Motorspezifikationen der Firma lasen sich wie ein exquisites Menu einer Sterneküche. Für glatte 19 000,- Euronen wurde dieser Motor mit 2 Jahren Garantie von der Firma, die schon bis dahin bei Insidern nicht den besten Ruf hatte, angeboten. Als Lieferzeit wurde bei Auftragserteilung schriftlich 4 Wochen zugesichert. Ansprechpartner von Jochen war bei der Motorenbaufirma ein gewisser L., der zwar als Chef auftrat, aber wie sich später herausstellte nicht der Inhaber dieser besagten Firma war sondern eine Frau B. aus Netphen. Manchmal ist es halt so, dass nach einer Firmenpleite bereits wenige Tage später dieselbe Firma unter anderem Namen und mit einem anderen Inhaber wieder weiterwurstelt. Oftmals ist dann der neue Firmeninhaber nur ein Strohmann (oder eine Strohfrau?) der lediglich seinen Namen unter ein Dokument setzt. Verhielt sich das mit Frau B. B. aus Netphen der Inhaberin der Firma genauso? Mit der Auftragserteilung am 1. September 2003 beginnt für Jochen eine jahrelange Odyssee, die nicht nur sehr viel Geld sondern noch viel mehr Zeit und Nerven kosten sollte. Vier Wochen Lieferfrist war zugesichert, das hätte eine Auslieferung des komplett fertigen Fahrzeuges bis spät. Anfang Oktober 2003 bedeutet.
Nach Ablauf dieser Frist hieß es bei jeder Nachfrage: “-
ist fast fertig, kann in den nächsten Tagen abgeholt werden:“ Nach
dutzenden von Telefonaten, mehreren persönlichen Besuchen in der
Werkstatt in Netphen, finanzielle Nachforderungen seitens der Firma
trotz Festpreis und mehrerer verstrichener Terminsetzungen, wurde das
Trike am 21. Januar 2004 unabhängig vom teilweise unfertigen Zustand
mit dem Trailer von S… o.. S… weggeholt. Das Vertrauen war dahin und
Jochen war der Meinung, „die paar kleinen Feinheiten und
Nachbearbeitungen“ kann auch seine Hauswerkstatt vollends durchführen.
Über 20 000 Euronen hatte das „Meisterwerk“ nun wirklich gekostet. Da
musste ja was „Anständiges“ rausgekommen sein….. dachte er.
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Es werden wieder Komplett-Motore + Rumpfmotore Typ1 über EBay verkauft zB.: VW Käfer - Trike - Porsche Typ1 Motor 1776ccm 90 PS ------------------- Es sei erwähnt, dass die renommierte Firma „Limbach Flugmotorenbau“ allergrößten Wert darauf legt dass sie weder mit Herrn L., noch mit dieser Firma irgendetwas zu tun hat. Die Namensgleichheit ist rein zufällig. |
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